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Vermögensaufteilung bei Scheidung Hilfe vom Anwalt aus Düsseldorf

Mit Trennung der Eheleute - gesonderte Regelungen gelten für nichteheliche Lebensgemeinschaften - wird regelmäßig eine Vermögensauseinandersetzung erfolgen, die eine Fülle von Lebensbereichen betrifft.

Sofern Eheleute nicht zu Beginn oder während der Ehe eine Gütertrennung vereinbart haben, was auch für die sogenannte modifizierte Zugewinngemeinschaft zutrifft, gilt der gesetzliche Güterstand = Zugewinngemeinschaft. Das in der Ehe erworbene Vermögen wird mit Scheidung rechnerisch hälftig geteilt, und zwar unabhängig davon, wer von den beiden Ehegatten das Vermögen geschaffen hat bzw. wie es zur Vermögensbildung kam.

Jeder der Ehegatten hat einen Anspruch auf Zugewinn, unabhängig davon, ob er in der Ehe Einkünfte erzielt hat bzw. in welcher Höhe. Auch höhere Abfindungen, Tantiemen, Prämien sind, wenn die Vermögenswerte am Ende der Ehe noch vorhanden sind, hälftig zu teilen.

Man unterscheidet das sogenannte Endvermögen - Zustellung der Scheidung - von dem sogenannten Anfangsvermögen - Heirat.

Besitzt einer der Ehegatten Vermögen am Anfang der Ehe, ist dieses Vermögen, das er nachweisen muss, von seinem Vermögen am Ende der Ehe in Abzug zu bringen, wobei hier das Anfangsvermögen noch indexiert wird.

Das Gleiche gilt für das sogenannte privilegierte Vermögen, unter dem man vor allem Erbschaften und größere Schenkungen Dritter versteht. Auch dies wird vom Endvermögen rechnerisch saldiert.

An Wertsteigerungen, die das sogenannte privilegierte Vermögen bis zum Zeitpunkt des Scheidungsantrages erfährt, partizipiert der andere Ehegatte.

Zur Ermittlung des Zugewinns gibt es Auskunftsansprüche zu den drei Stichtagen - Scheidungsantrag, Heirat und Trennung -. Hier ist jeweils ein Vermögensverzeichnis zu erstellen nebst Belegen. Des Weiteren gibt es einen Wertermittlungsanspruch.

Da in der Praxis sehr häufig eine Verminderung des Vermögens nach Trennung festzustellen war - auf Vorhalt eines „guten Freundes“, dass der andere Ehegatte von dem Vermögen, das nach Trennung geschaffen wird, die Hälfte erhält - gibt es seit mehreren Jahren die Auskunftsverpflichtung zum Trennungszeitpunkt.

Ist das Trennungsvermögen wesentlich höher als das Vermögen bei Eingang des Scheidungsantrages, kann der Verbrauch des Vermögens nicht nachvollziehbar geklärt werden, wird grundsätzlich das höhere Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung bei der Berechnung des Zugewinns zugrundegelegt.

Im Rahmen der Besprechung wird der Rechtsanwalt insbesondere auch auf die sogenannten illoyalen Vermögensminderungen hinweisen/diese erörtern.

Von der Ermittlung des Zugewinns ist die Vermögensauseinandersetzung der Eheleute „außerhalb des Güterrechts“ zu unterscheiden.

Die Eheleute sind häufig Miteigentümer von Immobilien, Bankkonten, Wertpapieren oder auch anderen Vermögenswerten. Mit Trennung, spätestens mit Scheidung, ist dies zu regeln was in gleichem Maße bezüglich gemeinsamer Darlehen gilt.

Regelungsbedarf besteht insbesondere, wenn einer der Ehegatten, was die Regel ist, nach der Trennung in der gemeinsamen Immobilie verbleibt, während der andere Ehegatte eine Wohnung anmietet. Hier bestehen Ansprüche auf eine sogenannte Nutzungsentschädigung die grundsätzlich sogleich eingefordert werden sollten, wie auch eine dementsprechende Regelung im Unterhalt erfolgen kann, was mit dem Familienanwalt zu besprechen ist.

Besonders schwierig ist es auch - hier besteht ganz besonderer Beratungsbedarf -, wenn die Eheleute gemeinsame Firmenbeteiligungen haben, Mitgeschäftsführer sind und auch sonst in wirtschaftlichen Vorgängen miteinander „verknüpft“ sind. Dies gilt auch bei kleineren und größeren Familienbetrieben. Hier besteht schneller Handlungsbedarf.

Zu den zu klärenden Themen gehören beispielsweise auch gemeinsame Kautionen für die Anmietung von Wohnungen, Auflösung der Mietverträge, Auszug aus der Mietwohnung.

Erhebliche Probleme gibt es auch in steuerlichen Fragen. Muss man an Steuererklärungen nach der Trennung mitwirken, wie auch an der Anlage U? Wem stehen Steuererstattungen nach der Ehe - aus Zeiten der Ehe - zu bzw. wer muss die Steuernachzahlungen leisten?

Dies sind nur einige Beispiele aus den Problemen des familienrechtlichen Alltags.

Einige Spezialprobleme finden Sie unter „Aktuelles“. Alles weitere sollten Sie mit Ihrem Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht Walter, in einem persönlichen Gespräch erörtern.

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